22. Februar 2014

Fremde
Heimat
Zuhause

Etwa 70 Fotoporträts mit dazugehörigen Texttafeln laden ein zur Begegnung mit Menschen, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten ihre Heimat verlassen und in Deutschland einen Neuanfang gewagt haben. Zu sehen sind Männer und Frauen im Alter von 10 bis 80 Jahren aus ganz unterschiedlichen Kulturkreisen und Berufsgruppen, die nun an verschiedenen Orten in Deutschland leben, heimisch  geworden oder fremd geblieben sind.

Ob Flüchtlinge und Heimatvertriebene, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Deutschland gekommen sind, „Gastarbeiter“ der ersten oder zweiten Generation, aus politischen oder religiösen Gründen  Verfolgte aus aller Welt oder moderne „Wirtschaftsimmigranten“ aus Südosteuropa und Afrika – sie alle haben bei aller Unterschiedlichkeit zumindest eines gemeinsam: ihren Migrations- bzw. Zuwanderungshintergrund und die damit verbundene Aufgabe, in der Fremde eine neue Heimat zu finden. Die Porträts und Texte lassen die Menschen selber zu Wort kommen, um ihre Geschichten zu erzählen. So werden ihre Beweggründe, Interessen und Einschätzungen für die Betrachter sichtbar und verstehbar.

Die Ausstellung portraitiert die Migrantinnen und Migranten, die sich den Strukturen der Aufnahmegesellschaft unter teils widrigen Umständen anpassen mussten, und spürt auch den jeweiligen Familiengeschichten an einzelnen Beispielen aus der zweiten oder dritten Generation nach.

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