26.04.2014 - 17.08.2014

Bielefeld

Historisches Museum Bielefeld

Die Ausstellung kehrt nach Bielefeld zurück – als Sommerprojekt des Historischen Museums Bielefeld zum 800-jährigen Stadtjubiläum.

 

 

Der Blick auf Integration ist meistens einer, der durch eine Perspektive der Defizitwahrnehmung begleitetet wird. So scheint es, als ob Integration etwas wäre, dass man so machen müsste, wenn einzelne Zuziehende eine Gesellschaft bereichern oder zumindest nicht zu einem gesellschaftlichen Nachteil führen sollen. Die Ausstellung von Hermine Oberück und Gertraud Strohm-Katzer zeigt, dass das genaue Gegenteil richtig ist: Migration bedeutet Pluralität. Es gibt keine Defizite, sondern Differenzen – und Differenz ist gesellschaftlicher Reichtum. Wer auf die zahlreichen Bespiele komplexer Biografien, individueller Flugbahnen und dem je subjektiven Blick der Befragten schaut, wird niemals mehr unschuldig von den Migranten oder der Integration sprechen. Was in der gesellschaftlichen Diskussion verfremdet auftaucht, bekommt hier sein reales Gesicht.

Prof. Dr. Ullrich Bauer, Bildungsforscher, Universität Duisburg-Essen

Die Ausstellung wurde am 26.04.2014 um 19.30 Uhr von Dr. Wilhelm Stratmann, dem Leiter des Historischen Museums der Stadt Bielefeld, eröffnet. Hermine Oberück und Gertraud Strohm-Katzer waren anwesend und führten durch die Ausstellung. Das komplette Programm des Eröffnungsabends finden Sie auf der Internetseite der „Nachtansichten“ und des Historischen Museums.

Das Rahmenprogramm der Ausstellung begann am 05.05.2014 mit einem Vortrag von Prof. Dr. Rita Süssmuth zum Thema „Migration und Integration: Testfall für unsere Gesellschaft„, die auch im Interview betonte,  dass „wir […] mit Vielfalt umgehen lernen [müssen]“.

Am 16.05.2014 folgte ein Vortrag von Prof. Dr. Paul Mecheril von der Universität Oldenburg zum Thema „Über Probleme der Menschen ohne Migrationshintergrund, oder wie können Machtverhältnisse thematisiert werden?“.

Ein Höhepunkt im Ausstellungsprogramm war die Bielefelder Integrale am 01.06.2014. Die Ausstellung war in das Programm dieses Festes mit eingebunden.

Am Mittwoch, 04.06.2014, berichtete Gertraud Strohm-Katzer auf dem Eröffnungstag des Annual Seminar der Bielefeld Graduate School in History and Sociology über ihre Erfahrungen. Das Programm der Tagung zum Nachlesen finden Sie hier.

 

Das komplette Rahmenprogramm zur Ausstellung finden Sie hier.

Passend dazu eröffnet Maxim Biller eine neue Literaturdebatte.