11.10.2011 - 18.10.2011

Essen

Essen

Im November 2011 war die Ausstellung im evangelischen Studierendenzentrum die BRÜCKE in Essen zu sehen. Dafür wurden auch Porträts von Essener Studierenden und Universitätsangehörigen angefertigt.

 „Die Ausstellung erinnert uns daran, dass wir immer hinterfragen sollten, ob das, was wir meinen über andere Kulturen zu wissen, auch wirklich der Realität entspricht und auf alle zutrifft.“ (Besucher/in)

Die Ausstellung hat mir sehr gut gefallen. Ich denke, die Bilder undd die kurzen, sehr persönlichen Erfahrungen sagen mehr aus als eine lange Reportage es jemals könnte. (Besucher/in)

„Ich könnte mich bei den Aussagen einreihen. Seit 1997 bin ich hier, es ist meine zweite Heimat geworden. Ganz tolle Ausstellung.“ (W. ursprünglich aus Litauen)

„Es war eine schöne, gelungene Ausstellung in der BRÜCKE. Die Bilder sind faszinierend und die Zitate bewegend. Ich habe viele Studierende beobachtet, die sich intensiv durch die Ausstellung bewegt haben. Es gab eine große Menge an Gesprächen und oft Erstaunen darüber, wie groß die Vielfalt an Menschen in Deutschland ist. Ich danke Ihnen, dass Sie diese Ausstellung erarbeitet haben.“

Ingrid Haun-Frieling, Leiterin des Studierendenzentrums ‚Brücke‘ an der Uni Essen, 2011. (Aus dem Gästebuch)

 

Der Blick auf Integration ist meistens einer, der durch eine Perspektive der Defizitwahrnehmung begleitetet wird. So scheint es, als ob Integration etwas wäre, das man so machen müsste, wenn einzelne Zuziehende eine Gesellschaft bereichern oder zumindest nicht zu einem gesellschaftlichen Nachteil führen sollen. Die Ausstellung von Hermine Oberück und Gertraud Strohm-Katzer zeigt, dass das genaue Gegenteil richtig ist: Migration bedeutet Pluralität. Es gibt keine Defizite, sondern Differenzen – und Differenz ist gesellschaftlicher Reichtum. Wer auf die zahlreichen Bespiele komplexer Biografien, individueller Flugbahnen und dem je subjektiven Blick der Befragten schaut, wird niemals mehr unschuldig von den Migranten oder der Integration sprechen. Was in der gesellschaftlichen Diskussion verfremdet auftaucht, bekommt hier sein reales Gesicht.
Prof. Dr. Ullrich Bauer, Bildungsforscher, Universität Duisburg-Essen