27. August 2014

Allgemein

Migrationsgeschichte ist Lokalgeschichte! – Resümee zur Ausstellung im Historischen Museum Bielefeld

Vor gut einer Woche ist die Ausstellung im Historischen Museum der Stadt Bielefeld zuende gegangen. Die beiden Macherinnen sind sehr zufrieden: Erstmals konnten Hermine Oberück und Gertraud Strohm-Katzer dort den Gesamtbestand ihrer Ausstellung, der ihre Arbeit zum Thema der letzten 8 Jahre dokumentiert, präsentieren. Die großzügige Ausstellungsfläche und die Anbindung an ein wichtiges Museum der Stadt Bielefeld bildeten aus ihrer Sicht einen würdigen Rahmen. Der Veranstaltungsort „Historisches Museum“ für dem Themenbereich Migration stellte zudem ein Novum nicht nur für Bielefeld, sondern auch für die bundesrepublikanische Museumslandschaft generell dar: Bisher wurden Ausstellungen dieser Art, die zudem den Bogen von der jüngeren Vergangenheit zur Gegenwart schlagen, nur äußerst selten in historisch ausgerichtete Museen integriert. Das bedeutet, dass hier generell noch mehr Bewusstsein geschaffen werden muss, dass Themen dieser Art (die ja auch andere Jahrhunderte betreffen und in der Stadtgeschichte oft ausgeklammert werden) in ein lokalhistorisches Museum gehören. Das begleitende Rahmenprogramm mit u.a. den Referenten Prof. Dr. Rita Süßmuth und Prof. Dr. Paul Mecheril, dem museumspädagogischen Programm für Kinder und Jugendliche sowie die Veranstaltungen im Rahmen der Bielefelder Integrale (mit mehr als 1000 BesucherInnen) verschafften dem Projekt zusätzliche Aufmerksamkeit. Aus den Rückmeldungen im Gästebuch entnehmen die Autorinnen, dass die Besucher sich grundsätzlich von Konzept und Ausführung sehr angesprochen fühlen, sich berührt sehen und die Autorinnen ermutigen, das Projekt an möglichst vielen Stellen zu präsentieren.

Tags: